6Feb
2011

Getestet: Graph Master Marker

Wie die meisten ja wissen, zeichne ich sehr viel. Dabei benutze ich zum Colorieren am liebsten sogenannte Layoutmarker. Die bekanntesten Marken sind dabei die Copic Marker und die Touch Twin Marker. Beide Stiftsorten sind nicht, wie normale Filzstifte, auf Wasserbasis, sondern auf Alkoholbasis, was Streifenbildung verhindert und das Ineinandermischen der Farben möglich macht. Einen Haken haben sowohl Copics als auch Touch Marker – sie sind exorbitant teuer (~ 3-6 € pro Stift). Wenn man als Zeichenanfänger oder neugieriger Mensch also hingehen möchte, um diese Stifte auszuprobieren, dann wird man erst einmal eine Stange Geld los. Ich habe schon viele Leute beobachtet, die einfach hingehen und sich ein 72-er Set Copics kaufen und damit fröhlich rumpanschen, bis die Stifte nach zwei Wochen leer sind. Oder schlimmstenfalls feststellen, dass sie mit Layoutmarkern nicht klarkommen, denn auch der Gebrauch solcher Stifte muss erstmal geübt werden.

Sowas tut weh, vorallem im Portemonnaie. Leider gab es bisher keine wirkliche günstigere Alternative, wenn man denn wirklich Layoutmarker haben wollte. Aus diesem Grund war ich sehr neugierig, als ich in einem Forum über die Firma “Graph Master” gelesen habe, die offenbar noch recht neu ist und eben solche Layoutmarker zu sehr, sehr günstigen Preisen verkauft – 1,25€ das Stück.

Mein Interesse war also durchaus geweckt. Momentan gibt es eine Aktion, bei der man sich zwei Graph Master Marker zum Probepreis von einem Euro bestellen kann. Die Farben werden dabei zufällig ausgesucht, sodass man quasi eine Wundertüte geschickt bekommt. Erstmal ein sehr schönes Angebot, um die Stifte auf ihre Qualität hin zu testen. Ich bestellte mir also diese zwei Stifte und möchte an dieser Stelle berichten, was ich damit erlebt habe.

Die beiden Stifte trafen wenige Tage später bei mir in einem Umschlag ein. Leider habe ich bei der zufälligen Farbauswahl zwei sehr ähnliche Farben abbekommen, nämlich ein sattes Ocker (Y11) und eine dunklere Hautfarbe (YR13). Aus diesem Grund ist das Testbild, was ich mit den beiden Stiften schnell coloriert habe, eher monochrom geworden. *drop*

Der Stift: Der Graph Master besitzt zwei verschiedene Spitzen. Eine breite Spitze für Fläachenarbeiten und eine dünnere, feste Spitze für Detailarbeiten. Der Stift ähnelt demnach sehr stark dem Touch Marker (der Copic Ciao besitzt eine weiche Pinselspitze, zum Vergleich.), was in meinen Augen schon einmal sehr positiv war, da ich mit diesen Stiften schon lange arbeite.

Vom Design her sieht der Graph Master recht schick aus, ist aber sehr leicht und fühlt sich vorallem an den Kappen eher billig gearbeitet an. Dies wirkt sich aber, soweit ich das testen konnte, nicht auf die Qualität der Farbe aus.

Der Farbauftrag: In einem Forum habe ich gelesen, dass jemand behauptet hat, der Graph Master würde im Gegensatz zum Copic und Touch Marker nicht auf Alkoholbasis sein und Streifen ziehen – das ist absoluter Quatsch! Die Farbe ließ sich ohne Probleme auftragen, zog keinerlei Streifen und trocknete sehr schnell. Einen kleinen Schreck habe ich bekommen, da die Farben auf dem Papier zunächst intensiver erschienen als es die Kappenfarbe versprach – das änderte sich allerdings, nachdem die Farbe getrocknet war. Die Farben sind etwas heller geworden, aber keineswegs zu blass. Eigentlich genauso, wie ich es von den Touch Markern auch kenne.

Zur Langlebigkeit des Markers kann ich verständlicherweise noch keine Angaben machen, da ich die beiden Stifte erst seit wenigen Tagen in Gebrauch habe. Werde aber gerne ergänzen, wenn ich mehr weiß.

FAZIT:

Ich bin sehr positiv überrascht von dieser günstigen Marker-Alternative. Bei einem Preis von 1,25€ habe ich mir sonst was für einen Schrott vorgestellt, aber die Stifte kann man wirklich bedenkenlos benutzen. Wie ich schon im obrigen Absatz geschrieben habe, ist es schwer einzuschätzen, wie lange sie durchhalten. Aber einen Versuch ist es allemal wert, zumal man es sich bei diesem Preis (die Hälfte eines Touch Markers, ein Drittel eines Copic Ciaos und sogar ein Viertel eines Copic Markers!) durchaus leisten kann, bestimmte Farben alle sechs Monate nachzukaufen.

Gerade Anfängern, die erstmal ausprobieren wollen, ob sie mit Layoutmarkern klarkommen, würde ich erstmal den Griff zu dieser Alternative raten, bevor man sich gleich an die unverhältnismäßig teuren Copics wagt. Und auch denen, die regelmäßig mit Copics arbeiten, aber ums Verrecken nicht damit umgehen können. Warum kauft ihr euch die?  Ich denke, ich werde mir auf jeden Fall bei Gelegenheit noch ein paar mehr Farben dieser Sorte holen. Als arme Studentin hat mans ja nicht so. *zufrieden* Und nein, ich kriege kein Geld für diesen Beitrag. |D

EDIT: Ich habe nun auch das komplette 42er Set auf Herz und Nieren getestet.



10 Kommentare

  • Mey says:

    honeyyyyyy~~~ *anlieb2*

    wenn ich nicht genau wüsste, dass ich vollkommen unfähig bin, was alle arten von “ausmalen” angeht, würde ich vllt auch mal schauen |DD.
    na ja xD. aber schön, jetzt kannst du viele honeys zeichnen, hihi x3.

  • Noi says:

    Du bist gar nicht unfähig! >_< Nur ein bisschen faul manchmal. XD
    Ja, ganz viele Honeys, ganz genau, ich freu mich schon. X)

  • Genauuuuuu says:

    Also ich find auch, ich hab ja einige Werke gesehen auch, du kannst doch ausmalen…

  • Suzu says:

    also von diesen Markern habe ich bisher noch nie gehört. Vielleicht teste ich die mal. Jetzt habe ich aber schon über 70 Copics. Ob sich da ein anderes System lohnt? Hmm… Weißt du zufällig ob sich die verschiedenen Marker untereinander vertragen? Kann man die Graph Master auch Nachfüllen?

  • Noi says:

    Wahrscheinlich lohnt es sich eher nicht, komplett umzurüsten, ich habe auch ein komplettes Set an Touch Markern. ;) Aber zum Antesten und vielleicht nachkaufen von Farben ist es vielleicht interessant.

    Ich habs getestet, der Graph Master verträgt sich sowohl mit Copics als auch mit Touch Markern. Sollte auch eigentlich so sein, da sie alle die selbe Basis haben.

    Nachfüllen kann man sie nicht, aber wie bei den Ciaos und den Touch Markern lässt sich sicherlich der Trick mit dem Alkohol zum Verlängern der Langlebigkeit der Stifte anwenden. :)

  • Annette says:

    Hallo, ich teste gerade die neuen Stifte, die diese Woche bei mir eingetrudelt sind, es ist gewöhnungbedürftig, von Polycolor auf Alkohol umzusteigen, aber es geht halt viel schneller mit dem colorieren. Werde bald die ersten Ergebnisse zeigen können!!
    LG Annette

  • mino says:

    hi, danke für den bericht :)
    weißt du vielleicht ob man mit den markern auch so gut blenden kann wie mit copics?
    aus deinem testbild kann man dahingehend ja leider nichts ablesen.
    lg mino

    • Noi says:

      Also, ich habe den Neopiko-Blender zusammen mit den Graphmaster Markern ausprobiert und sie ließen sich problemlos blenden. Auch ineinander mischen war gar kein Problem. :D

  • [...] ist nun schon wieder einige Monate her, seit ich mir nach meinem ersten Test nun das komplette 42er Set an Graphmaster Layout Markern gekauft habe. Ich möchte an dieser Stelle [...]

  • [...] anderer Stelle ausführlich berichtet, wer also mehr dazu lesen möchte, kann sich gerne diesen und diesen Artikel von mir zu Gemüte führen. Diese Marker sind, soweit ich informiert bin, von einem [...]

Hinterlasse einen Kommentar:

Custom avatar Custom avatar
*gnah* *glitzer* *anherz* *drop* *herz* *herz2* *zufrieden* *sauer* *drop2* *herzchenaugen* °.° *pft* *schnief* :) °w° ^-^ *uhh* D: °0° >:( *sobbing* *angst* more »